Wie kommt das Internet eigentlich zu mir?

Wie kommt das Internet eigentlich zu mir?

Endlich wieder Schülerzeit…und auch heute begannen wir die Stunde auf der roten Couch. Nachdem die Kids nun schon zwei Termine mit #lol überstanden hatten, fingen sie heute wie von selbst an, ein paar Themen für die folgenden Termine vorzuschlagen:

Wie wird ein Videospiel gemacht? Wofür kann ich mein iPad im Unterricht benutzen? Wie funktionieren diese Datenbrillen?

Auch heute startete ich – ja, ich war diesmal allein mit der Bande – mit einer kurzen Wiederholung. Alles bisher gelernte war haargenau hängen geblieben und es arbeitete in den kleinen Köpfen. Auch jede einzelne extra-Frage, welche wir beim letzten Mal nicht beantworten konnten, waren noch sehr präsent…aber dazu später.

Was machen wir heute?

Wie beim letzten Termin eingeführt, startete ich auch heute mit den drei Fragen. Diesmal sollte es darum gehen, wie das Internet eigentlich zu mir, in die Schule, nach Hause und letztendlich auf meinen Computer bzw. mein Tablet kommt.

Alles nur Kabel…

…manchmal ist die Erklärung so einfach…und für die Kids war sie dennoch sehr beindruckend. Als ich kurzerhand ein Kabel aus einem der Computer im Informatikzimmer zog, wurden einige Kinderaugen schon größer. Als ich dann die interaktive Karte der NY-Times auflegte, und über Länge und Anzahl der Untersee-Kabel ausholte, war es um die Kids geschehen…

…was folgte war ein kleiner Exkurs zu jeglichen Meeresbewohnern die in der Lage sein könnten ein solches Kabel durchzubeißen und der Frage, wie man die Kabel wohl überhaupt zwischen den Kontinenten verlegt hatte. Ob wohl per Flugzeug oder Schiff einfacher gewesen wäre? Und zu guter letzt auch dazu, wie lang wohl ein Schnorchel sein müsse, um eine Reparatur am Kabel durchzuführen… Die Kids waren in ihrem Element und ihre Fantasie hatte Auslauf!

Letztendlich schafften wir aber den Absprung von Meeresungeheuern und U-Booten und entwickelten ein gemeinsames Bild davon, wie das Internet in ein Haus und dort auf meinen PC oder mein Tablet kommt. Auch Begriffe wie LAN und WLAN landeten in den Köpfen der Kids.

…oder eben Funkwellen.

Manche Kabel müssen wohl durchsichtig sein, oder wie kann man sonst mit einem Smartphone auch draußen im Internet sein. Und so kamen wir zu diesen “Dingern die man nicht sieht”, für die man zuhause immer ein Passwort braucht.

Gemeint waren Funkwellen und die Geräte welche sie aussenden. Wir machten uns also an die Arbeit und googelten ein paar Bilder von Antennen und Sendemasten. Man sieht sie überall. Manche sind groß, manche ganz klein. Eine steht auf jeden Fall in Cotta. 😀 Und sie bringen das Internet auf meine Geräte. Auch im Wald.

Der höchste Sendemast der Welt steht im Übrigen in North Dakota (USA). Der KVLY-Mast misst stolze 629m. (Google sei Dank, eine Frage die ich sofort beantworten konnte) Und ganz nebenbei entstand so auch die Hausaufgabe für die nächste Session: Die Antwort auf die Frage, wie dick wohl die Stahlseile, welche seine Stabilität garantieren, seien, konnte ich nämlich nicht so schnell ergründen. Also liebe Kinder, fröhliches googeln!

Für das nächste Mal ist übrigens das erste Mal arbeiten am Computer versprochen…

Hinter den Kulissen:

So langsam bekomme ich ein Gefühl für die Inhaltsmenge. Und auch die nicht geplanten Ausschweifungen in völlig andere Themen passen schon ganz gut. Wir hatten diesmal sogar noch 8 Minuten, um auf die Fragen aus der letzten Session einzugehen (“Wie hoch ist die Stromrechnung in Biere?”) Ab und zu ist es immernoch hart gegen fast 20 Plappermäuler anzukommen…hier nehme ich gern noch Tips entgegen. 😉

Was passe ich beim nächsten mal an:

  • Arbeit am Computer (machen statt zuhören)
  • was zu Trinken mitnehmen, damit die Stimme nicht versagt

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